Wie können leerstehende oder untergenutzte Gebäude in Hessens ländlichen Räumen wieder zu lebendigen Orten werden – für Wohnen, Kultur, Betreuung und ein funktionierendes Dorfleben? Dieser Frage gingen am 19. Oktober rund 50 Teilnehmende beim Vernetzungstreffen „Zukunft statt Leerstand“ auf Schloss Rauischholzhausen nach, zu dem die Akademie und die Landesberatungsstelle für gemeinschaftliches Wohnen eingeladen hatten.
Leerstand ist vielfältig – und seine Belebung eine gemeinsame Aufgabe
Ob Alte Post, leerstehende Fabrik, ehemalige Schule oder das große, untergenutzte Familienhaus: Leerstand in ländlichen Räumen ist vielfältig – und seine Belebung lässt sich selten allein stemmen. Genau hier setzte das Vernetzungstreffen an. Rund 50 Teilnehmende – darunter engagierte Bürgerinnen und Bürger, Wohninitiativen, Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen und Landkreisen, Architektinnen und Architekten sowie weitere Fachakteure aus ganz Hessen – nutzten den Tag, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und ein landesweites Netzwerk zur Leerstandsbelebung zu gründen.
Den Auftakt bildete ein gemeinsames Mittagessen, das Gelegenheit zum ersten Kennenlernen bot. Herzlich begrüßten Gitta Schnaut von der Akademie und Afra Höck von der Landesberatungsstelle die Teilnehmenden und stellten ihre Institutionen sowie ihre Motivation für das Thema vor. Der anschließende Einstieg in den gemeinsamen Tag machte sichtbar, aus welchen Ecken Hessens die Teilnehmenden gekommen waren und welche Hintergründe sie mitbringen. Schnell zeigte sich die große Bandbreite an Perspektiven bei den Teilnehmenden auf.
Leerstand ist vielfältig – und seine Belebung eine gemeinsame Aufgabe
Ob Alte Post, leerstehende Fabrik, ehemalige Schule oder das große, untergenutzte Familienhaus: Leerstand in ländlichen Räumen ist vielfältig – und seine Belebung lässt sich selten allein stemmen. Genau hier setzte das Vernetzungstreffen an. Rund 50 Teilnehmende – darunter engagierte Bürgerinnen und Bürger, Wohninitiativen, Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen und Landkreisen, Architektinnen und Architekten sowie weitere Fachakteure aus ganz Hessen – nutzten den Tag, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und ein landesweites Netzwerk zur Leerstandsbelebung zu gründen.
Den Auftakt bildete ein gemeinsames Mittagessen, das Gelegenheit zum ersten Kennenlernen bot. Herzlich begrüßten Gitta Schnaut von der Akademie und Afra Höck von der Landesberatungsstelle die Teilnehmenden und stellten ihre Institutionen sowie ihre Motivation für das Thema vor. Der anschließende Einstieg in den gemeinsamen Tag machte sichtbar, aus welchen Ecken Hessens die Teilnehmenden gekommen waren und welche Hintergründe sie mitbringen. Schnell zeigte sich die große Bandbreite an Perspektiven bei den Teilnehmenden auf.
Impulse aus der Praxis: „Leerstand ist Ressource“
Einen praxisnahen Impulsvortrag steuerte Katrin Hitziggrad bei, die auch Vorständin der LeerGut-Agentinnen und -Agenten ist – eines Thüringer Netzwerks zur Belebung von Leerstand. Die Beraterin für kreative und ko-produktive Stadtentwicklung aus dem Team der Zukunftsoptimisten führte die Teilnehmenden in das Thema ein, stellte Projekte sowie Fördermöglichkeiten vor und gab Einblicke in die Arbeit des Vereins. Das Credo der Zukunftsoptimistin: leerstehende Gebäude nicht als Problem, sondern als Potenzial für die Entwicklung ganzer Orte zu begreifen – „Leerstand ist Ressource und daher LeerGut“.
Im Zentrum des Nachmittags stand eine Fishbowl-Diskussion, bei der sich die Teilnehmenden unter mehreren Leitfragen austauschten: Diskutiert wurde über Möglichkeiten und Erfahrungen, Leerstände, drohende Leerstände sowie untergenutzte Gebäude und Flächen für Wohnzwecke zu nutzen –darüber hinaus aber auch über Nutzungen jenseits des Wohnens für Geschäfte, soziales Leben oder Bildung.
Impulse aus der Praxis: „Leerstand ist Ressource“
Einen praxisnahen Impulsvortrag steuerte Katrin Hitziggrad bei, die auch Vorständin der LeerGut-Agentinnen und -Agenten ist – eines Thüringer Netzwerks zur Belebung von Leerstand. Die Beraterin für kreative und ko-produktive Stadtentwicklung aus dem Team der Zukunftsoptimisten führte die Teilnehmenden in das Thema ein, stellte Projekte sowie Fördermöglichkeiten vor und gab Einblicke in die Arbeit des Vereins. Das Credo der Zukunftsoptimistin: leerstehende Gebäude nicht als Problem, sondern als Potenzial für die Entwicklung ganzer Orte zu begreifen – „Leerstand ist Ressource und daher LeerGut“.
Im Zentrum des Nachmittags stand eine Fishbowl-Diskussion, bei der sich die Teilnehmenden unter mehreren Leitfragen austauschten: Diskutiert wurde über Möglichkeiten und Erfahrungen, Leerstände, drohende Leerstände sowie untergenutzte Gebäude und Flächen für Wohnzwecke zu nutzen –darüber hinaus aber auch über Nutzungen jenseits des Wohnens für Geschäfte, soziales Leben oder Bildung.
Chancen und Herausforderungen im gemeinsamen Blick
Über den Nachmittag wurde deutlich: Leerstand ist so vielfältig wie seine Ausgangslagen – und für jede benötigt es andere Wege, um ihm zu begegnen. Was trägt, sind weniger Patentrezepte als Menschen vor Ort, die bestenfalls früh miteinander reden, Beziehungen pflegen und „dranbleiben“ – von ggf. hohen Sanierungskosten und bürokratischen Hürden abgesehen. Am Ende einte alle das Ziel, leerstehende Gebäude als Ressource zu begreifen, um das Dorfleben mit all seinen Facetten zu erhalten. Die Teilnehmenden waren sich einig: Es braucht ein landesweites Netzwerk, um die Leerstandsbelebung in Hessen gemeinsam weiterzudenken.
Gemeinsamer Besuch in Arnshainer Wohnprojekt
Den inhaltlichen Abschluss bildete der Ausflug zum Wohnprojekt „Leben und leben lassen“ in der Alten Kelterei im Vogelsberger Ortsteil Arnshain: Dort entstand ein gemeinschaftliches Wohnprojekt – u. a. mit wiederbelebtem „Töpfer-Keller“ und einem vierzehntägigen Mittagstisch, der vom ganzen Dorf und der Umgebung genutzt wird. Ein lebendiges Beispiel dafür, dass aus Leerstand Zukunft werden kann – und genau der Praxis-Impuls, den die Teilnehmenden für ihre eigenen Vorhaben mit nach Hause nahmen.