Am 11. September fand die feierliche Sommergala zur Wahl der LandHeldin 2026 auf Burg Gleiberg statt. Unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsidentin Astrid Wallmann zeichnete das Netzwerk LandHessinnen gemeinsam mit Heimatminister Ingmar Jung außergewöhnliche Frauen aus, die mit ihrem Engagement die ländlichen Räume Hessens in herausragender Weise prägen. Seit 2022 wird der Preis alle zwei Jahre vergeben, er ist mit insgesamt 8.000 Euro dotiert.

Netzwerke knüpfen, Kompetenzen stärken

Die Sommergala war nicht nur Preisverleihung, sondern als Geschenk für alle Bewerberinnen gedacht: Daher gab es viel Raum, um sich zu vernetzen, voneinander zu lernen und neue Impulse für den Alltag mitzunehmen. Ausgehängte Steckbriefe und Fotos der anwesenden Frauen machten sichtbar, was die Frauen in den ländlichen Räumen leisten. Workshops und Mitmachstationen lieferten praktische Werkzeuge und Inspiration für die eigene Arbeit, das eigene Engagement und das persönliche Wachstum. Musikalisch wurde die Sommergala durch die hessische Musikerin Tine Lott umrahmt, die mit Liedern wie „Frauen (frei nach Herbert Grönemeyer)“ und „You’ve got a friend“ für Stimmung sorgte.

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Austausch und Empowerment an den Mitmachstationen

Die zahlreichen Mitmachstationen spiegelten den Grundgedanken der Sommergala wider und luden zum aktiven Ausprobieren ein: Die Resilienz-Station war etwa ein Ort zum Krafttanken und um sich gegenseitig zu inspirieren. Die Teilnehmerinnen beantworteten dazu auf farbigen Zetteln drei Fragen, die in Gefäße gelegt wurden. Jede Teilnehmerin konnte daraufhin einen Zettel einer anderen LandHeldin ziehen. So entstand eine gemeinsame Sammlung aus stärkenden Worten, Tipps und Ideen, die den Teilnehmerinnen Mut, Ruhe oder neue Perspektiven für ihren Alltag gab. An der Visualisierungsstation erzählten die Teilnehmerinnen ihre Geschichten in vier gezeichneten Bildern – und bei der Siebdruck-Station bedruckten sie ihre eigenen LandHeldinnen-Taschen als Erinnerung an den gemeinsamen Tag.

Austausch und Empowerment an den Mitmachstationen

Die zahlreichen Mitmachstationen spiegelten den Grundgedanken der Sommergala wider und luden zum aktiven Ausprobieren ein: Die Resilienz-Station war etwa ein Ort zum Krafttanken und um sich gegenseitig zu inspirieren. Die Teilnehmerinnen beantworteten dazu auf farbigen Zetteln drei Fragen, die in Gefäße gelegt wurden. Jede Teilnehmerin konnte daraufhin einen Zettel einer anderen LandHeldin ziehen. So entstand eine gemeinsame Sammlung aus stärkenden Worten, Tipps und Ideen, die den Teilnehmerinnen Mut, Ruhe oder neue Perspektiven für ihren Alltag gab. An der Visualisierungsstation erzählten die Teilnehmerinnen ihre Geschichten in vier gezeichneten Bildern – und bei der Siebdruck-Station bedruckten sie ihre eigenen LandHeldinnen-Taschen als Erinnerung an den gemeinsamen Tag.

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Lernen, vernetzen und wachsen bei den Workshops

Nach einem gemütlichen Austausch bei hessischen Häppchen, für die Gastronom Axel Horn wieder die hervorragende Qualität vieler Erzeugerinnen und Erzeuger aus der nahen Umgebung in Gaumengenuss verwandelt hatte, folgten die Workshops. Das BüroF hatte exklusiv für die Veranstaltung ein Seminarangebot mit breiter Themenvielfalt konzipiert. So konnten die Frauen konkrete Impulse und Werkzeuge für den eigenen Alltag mitnehmen:

Beim Workshop mit Andrea Fink-Jacob lernten die Teilnehmerinnen, wie sie verbale und nonverbale Signale besser einsetzen, übten aktives Zuhören und wie sich durch wertschätzendes Feedback Konflikte konstruktiv lösen können.

Monika Finkbeiner-Stein widmete sich den Herausforderungen der Vereinsarbeit. Hier wurde diskutiert, wie Aufgaben fair verteilt, Generationenwechsel gestaltet und Konflikte als Chancen für Entwicklung genutzt werden können.

Im Workshop mit Tessa Koschig setzten sich die Teilnehmerinnen mit inneren Barrieren wie Selbstzweifeln oder dem Imposter-Syndrom auseinander. Der Workshop zeigte auf, wie Stereotype überwunden werden können und warum Weiblichkeit im Berufsleben keine Schwäche, sondern eine Stärke ist.

Bei Nil Esra Dağistan stand die Selbstwahrnehmung im Mittelpunkt. Die Teilnehmerinnen erkannten, wie ihre eigenen Kommunikationsmuster und Bedürfnisse Gespräche prägen. Durch praktische Übungen wurde klar, dass Verständigung mehr als Worte braucht – nämlich Bewusstsein, Empathie und die Bereitschaft, die eigene Perspektive zu erweitern.

Die Preisträgerinnen: Vier Geschichten – ein gemeinsames Ziel

Aus insgesamt 136 Bewerbungen hat die Jury sieben Preisträgerinnen ausgewählt. Sie stehen stellvertretend für die große Bandbreite des Engagements von Frauen in Hessens ländlichen Räumen:

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Es fehlt für das Heldinnenwerk Pia Rixen Foto: HMLU

Esther Herzog, Katharina Lang, Ines Klaas, Pia Rixen und Tatjana Drechsel, Heldinnenwerk e. V., Hüttenberg

Esther Herzog, Katharina Lang, Ines Klaas, Pia Rixen und Tatjana Drechsel werden gemeinsam für ihr Engagement im Heldinnenwerk e. V. in Hüttenberg ausgezeichnet. Das Ende 2023 gegründete Netzwerk von und für Unternehmerinnen und Gründerinnen bietet Frauen Raum für Austausch, Beratung, gegenseitige Unterstützung und Vernetzung. Mittlerweile gehören dem Verein mehr als 210 Frauen an. Mit regelmäßigen Werkstreffen und weiteren Angeboten schafft das Heldinnenwerk Sichtbarkeit für Unternehmerinnen und ermutigt Frauen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht Konkurrenz, sondern gegenseitige Unterstützung und gemeinsames Wachstum. Damit stärkt das Netzwerk nicht nur einzelne Frauen, sondern auch die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Region Mittelhessen.

Annemarie Duske, Ebsdorfergrund-Rauischholzhausen

Annemarie Duske verbindet seit Jahrzehnten unternehmerisches, landwirtschaftliches und ehrenamtliches Engagement. In Rauischholzhausen hat sie das Dorfleben entscheidend mitgeprägt. Sie engagierte sich im Kirchenvorstand, baute einen Kindergottesdienst sowie eine Jugendgruppe auf und führte den landwirtschaftlichen Familienbetrieb bereits 1987 als einen der ersten Betriebe der Region in die ökologische Landwirtschaft. Mit Backstube, Direktvermarktung und einer Kooperation mit der örtlichen Molkerei entwickelte sie ihren Hof weiter und wurde zu einer anerkannten Stimme für moderne Landwirtschaft. Seit 15 Jahren steht sie an der Spitze der von ihr mitbegründeten Dorfgemeinschaft Rauischholzhausen e. V. Mit Dorffesten, Kulturveranstaltungen und Begegnungsangeboten stärkt sie den Zusammenhalt der Generationen und die Integration neu zugezogener Menschen. Auch im Alter von 70 Jahren ist ihr Engagement ungebrochen. Aktuell absolviert sie eine Ausbildung im Netzwerk „Familie & Betrieb“, um künftig familiengeführte Betriebe bei Konflikten zu unterstützen.

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Foto: HMLU

Sengül Ciplak aus Korbach

Sengül Ciplak steht für Sport, Integration und weibliche Vorbildfunktion. Seit ihrem elften Lebensjahr ist sie im Taekwondo aktiv. Nach einer erfolgreichen Wettkampfkarriere mit zahlreichen Turniersiegen und Landesmeistertiteln engagiert sie sich seit fast 30 Jahren als Trainerin beim TSV Korbach. Als erste Frau ihrer Abteilung erlangte sie den ersten Meistergrad und hat sich damit in einer Sportart, in der Frauen in Trainerrollen noch immer selten sind, eine besondere Vorbildfunktion erarbeitet. Mit Angeboten wie „Kickboxen für Frauen und Mädchen“ stärkt sie Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Besonders hervorzuheben ist ihr Engagement für Integration: Bereits 2015 bot sie Training für Geflüchtete in Flüchtlingsunterkünften an. Heute leitet sie unter anderem eine Anfängereinheit im Rahmen des DOSB-Programms „Integration durch Sport“. Über die Jahre trainierten dort Menschen aus mehr als 30 Nationen gemeinsam. Mit ihrem Einsatz stärkt Ciplak den Zusammenhalt im Verein und in ihrer Region. Privat zog sie drei Kinder alleine groß und engagiert sich zusätzlich seit Jahrzehnten mit großer Tatkraft für andere.

Gülilah Almut Lillith Schmidt aus Wanfried

Gülilah Almut Lillith Schmidt hat gemeinsam mit ihrem Mann und ihren vier Kindern ein verfallenes historisches Rittergut in Wanfried-Aue erworben und zu einem neuen Mittelpunkt des Dorflebens entwickelt. Das denkmalgeschützte Gebäude aus dem 16. Jahrhundert wird durch ihr Engagement zu einem Ort, an dem Gemeinschaft, Ehrenamt und regionale Wirtschaft zusammenfinden. Schmidt bringt Vereine, Ehrenamtliche, Handwerker, regionale Produzenten, Familien und Menschen verschiedener Generationen zusammen. Sie entwickelt einen Dorfladen, organisiert Veranstaltungen und schafft neue Möglichkeiten für Begegnung und Beteiligung. Entscheidend ist dabei ihre Fähigkeit, andere Menschen für ihre Ideen zu gewinnen und ihnen das Gefühl zu geben, mitgestalten zu können. Aus dem historischen Rittergut ist so ein identitätsstiftender Ort für das Dorf entstanden. Mit der Gründung einer gemeinnützigen GmbH wird derzeit zudem ein generationenübergreifendes Wohnprojekt auf dem Rittergut vorbereitet, außerdem ist ein tiergestütztes Kinderhospiz im Aufbau.

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Foto: HMLU

Hintergrund

Mit der Auszeichnung LandHeldin setzt die Hessische Landesregierung gemeinsam mit dem Netzwerk LandHessinnen ein Zeichen für die Bedeutung von Frauen als Gestalterinnen in ländlichen Regionen. Ausgezeichnet werden können sowohl Einzelpersonen als auch Projekte, Institutionen oder Vereine, in denen Frauen eine prägende Rolle übernehmen. Das Netzwerk LandHessinnen wird geschäftsführend von der Akademie für den ländlichen Raum Hessen geleitet.

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Foto: HMLU

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